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Achte auf deine Gefühle, denn sie werden deine Gedanken.
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Taten.
Achte auf deine Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie bilden deinen Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er bestimmt dein Leben.

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Brainy´s Diary
(1 viewing) (1) Guest
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TOPIC: Brainy´s Diary
#272
Brainy´s Diary 2 Years, 12 Months ago Karma: 4
3. August 2006 - "nochmal gutgegangen - Eine Schnittwunde und ihre Lehren

Heute habe ich mich beim Aufbau einer Sackkarre (zwecks besseren Transports unseres Kamerakoffers) ziemlich übel in die Hand geschnitten.

Ich erinnere mich genau, wie mein Unterbewusstsein mich noch kurz zuvor angefunkt hat: "Nicht so, das ist gefährlich, dreh Dich besser anders hin!" ...

Aber ich habe es geflissentlich ignoriert ...

Einen Moment später schaue ich auf meine linke Hand und sie weist
einen ca. 6 cm langen Schnitt auf, die Wunde klafft ziemlich übel auseinander, Blut, ich kann auf weißes Gewebe schauen. Elendig, wie das aussieht... :kotz: (schade, hätte ich mal filmen sollen...)

Was war das? Einfach nur ne Dummheit, ein Versehen, ein Unfall, ... Selbsthass? :noidea:

Tja jedenfalls passiert mir das nicht nochmal..., denke ich jedenfalls!

Krass war auch noch, dass ich mir lange überlegt habe, ob ich damit überhaupt ins Krankenhaus fahren soll. "Ob der Doc nicht vielleicht sagt - Mensch wegen dieses Kratzers kommen Sie hierher?"

... dabei sagte er nachher :spinn: "Unbedingt!" ... und die Verletzung wurde immerhin mit 6 Stichen genäht ... Ich habe dabei zugesehen ... krasses Feeling, irgendwie surreal ... überhaupt lief für mich das Leben gestern über ein paar Stunden wie ein Film ab ... aber es war keiner ... meine Hand ist tatsächlich kaputt... :anger:


Aber worum geht es jetzt für mich?

Ich habe da hinein gefühlt, mit Soula intensiv darüber gesprochen und festgestellt: "Brainy, gib noch mehr Acht auf Dich. Höre auf Deine innere Stimme. Pflege Dich besser. Gehe noch liebevoller mit Dir um!" Ja ich denke, das war die Botschaft ... :-p

Nachtrag vom 10.11.2006: Außerdem konnte ich die Narbe gut als Stigma in 00003 und 00004 verwenden
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#273
Aw: Brainy´s Diary 2 Years, 12 Months ago Karma: 4
Luna:
** Uiii

Mein wirklich tiefes beileid .... seltsamerweise eine meiner allerersten klaren kindheitserinnerungen ... als ich mit 5/6 jahren über meinen fahrrad-lenker geflogen bin und danach mein kinn mit vielen stichen genäht wurde .... ich kann heute noch den SCHMERZ fühlen und das viiiiiele BLUT sehen wenn ich daran zurück denke .... seh mich noch auf der liege im krankenhaus zappeln .... TODESANGST ... das handtuch ganz voll mit meinem blut im auto aufm weg ins krankenhaus ... SCHRECKLICH ...


___


Herz-auf-2-Beinen

Registriert: Aug 2006
Herkunft: Westerwald
Beiträge: 5
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* au weia...
dann mal gute Besserung, Stephan


... finde ich aber total klasse, was Du Dir für Gedanken dazu machst *respekt*


___


GOOSE

Registriert: Jul 2006
Herkunft: Amsterdam
Beiträge: 6
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*
Original posted by Luna :
Uiii

Mein wirklich tiefes beileid .... seltsamerweise eine meiner allerersten klaren kindheitserinnerungen ... als ich mit 5/6 jahren über meinen fahrrad-lenker geflogen bin und danach mein kinn mit vielen stichen genäht wurde .... ich kann heute noch den SCHMERZ fühlen und das viiiiiele BLUT sehen wenn ich daran zurück denke .... seh mich noch auf der liege im krankenhaus zappeln .... TODESANGST ... das handtuch ganz voll mit meinem blut im auto aufm weg ins krankenhaus ... SCHRECKLICH ...


Hi Luna

wow that sounds heavy. Can you explain the fear (Angst) more in detail?
What did you exactly feel? And how does the remembering feel today?
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#274
Aw: Brainy´s Diary 2 Years, 12 Months ago Karma: 4
13. August 2006: VERANTWORTUNG FÜR SICH SELBST

jow

Wie Ihr ja auch im Forum "OKTADUUN" lesen könnt, ist natürlich jegliche Persönlichkeitsentwicklung einfach etwas, was auch eine gewisse Zeit benötigt.

Heute wurde mir wieder mal ganz klar, wie wichtig es ist, also bereits mit kleinen Fortschritten zufrieden zu sein und sich dafür auch zu lieben. Ohne Verbissenheit auf das "Fernziel" zu sein, fällt insbesondere ambitionierten Charakteren ja auch gar nicht sooo leicht.

Doch bringt es nichts ein außer Frust :bigsmile:.


Im konkreten Fall ging es mir so, dass ich gerne schon längst die EPISODE 00001 ins Web befördert hätte.

Aber einige der geplanten Drehs fielen dem Regen zum Opfer, da kann man auch nichts machen.


Hinzu kommen immer weitere neue Ideen und Impulse, die quasi gesichtet und überdacht sein wollen. Da gibt´s ganz schön was zu tun.
:toomuch:

Einen gewissen Mindestqualitätsanspruch nicht zu vergessen. Abgesehen von der Einarbeitung in neue Videosoftware und neue Cam usw.!

Für mich ist das wieder mal also ein tolles "Testfeld" für die Stimmigkeit des OKTADUUNs :smile::smile::smile:

Denn alle 8 Elemente kommen hier auch wirklich zum Tragen. Vor allem geht es mir in diesem Fall um die Selbstverantwortung:

Ich bin NICHT Opfer meiner Lebensumstände!

Ich habe es mir so ausgesucht. Ich weiß, woran ich wirke und weshalb ich das tue. Und dieser Weg fühlt sich für mich auch bislang immer stimmig an. Und dazu gehört es also auch, dass ich mit dem Tempo, wie ich es maximal gehen kann, zufrieden bin...

Tja, die Praxis ... :-p


Hat jemand Impulse dazu?
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#275
Aw: Brainy´s Diary 2 Years, 12 Months ago Karma: 4
FREUNDSCHAFT OHNE ERWARTUNGEN?


Heute entschuldigte sich eine (noch recht neue) Freundin bei uns, die wir erst kürzlich über unsere Videos kennen gelernt haben. Sie hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie sich seit einiger Zeit nicht bei uns gemeldet hatte. Sie hat sehr viel Stress und kommt seit einiger Zeit zu nichts, was sie eigentlich tun möchte...!

Wir reagierten wie folgt: "Ist ja süß, wie wichtig es Dir ist, uns das mitzuteilen...)) Aber sag mal: Plagt Dich ein SCHLECHTES GEWISSEN? Das ist vollkommen unnötig! Bitte verstehe: Wir haben überhaupt KEINE ERWARTUNGEN an Dich! Gerade Freundschaften, das haben wir - z.T. auch bitterlich (dazu später) - gelernt, funktionieren am besten ohne Erwartungen. ... Für uns inzwischen sogar: Nur so.

Denn ganz einfach: Alles was freiwillig kommt, ist 100mal so süß und intensiv!!! Wir wollen keinen Druck spüren. Wir wollen keinen Druck geben. (s. auch 7. OKTADUUN-Element: "Resonanz")

Und gaaaanz wichtig: Keine Erwartungen hat NICHTS mit Gleichgültigkeit zu tun, ganz im Gegenteil!!! Klar, ist es dazu notwendig mit seinen Freunden en detail darüber zu sprechen ... und auch ggf. den Freundes- und Bekanntenkreis für sich auch "neu zu sortieren", ... nach dem Motto "Halte treu fest und lasse leicht los!".

Das klingt vielleicht für manche Eurer Ohren ein bisschen hart. Aber das ist es gar nicht und im Endeffekt ist alles total cool so. Wir können sagen, dass das bei uns glücklicherweise nicht einmal nötig war, großartig neu zu sortieren, denn alle Menschen, die wir zuvor als "Freunde" (und wir differenzieren sorgfältig zw. Freunden und Bekannten) gesehen haben, sind es weiterhin:). Wir konnten ihnen allen gegenüber deutlich machen, dass es für uns keine Einschränkung an Zuneigung bedeutet. Unser gesamtes Beziehungsgeflecht zu Freunden ist seither wesentlich entspannter!


Das ist übrigens alles 1:1 SPONDUUN- bzw. OKTADUUN-Philosophie und auch das werden wir noch in Film-Episoden behandeln... :0 ... "ART OF LIVING", "UPDATE YOUR LIFE" ...




Wir sagten unserer Freundin weiterhin: "Pläne und keine Taten" und dass Du nicht weißt, warum Du zu nichts mehr kommst ... ist auf jeden Fall ein Riesen-Thema, das Du angehen kannst. Die Entscheidungen zu mehr Zeit für Dich (= Selbstliebe) kannst immer nur DU treffen! Das ist nur DEIN persönliches Ding! Und mache Dich, was UNS betrifft, bitte von Anfang an vollkommen frei von irgendeinem Druck oder so:)

Von uns kommt der jedenfalls nicht...*ping*?.. ...


Wir wissen, dass dieses Thema "Keine Erwartungen" von den Menschen sehr differenziert und meistens sogar gegenteilig gesehen wird.

Es würde uns interessieren, wie Ihr darüber denkt... (?) ...
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#276
Aw: Brainy´s Diary 2 Years, 12 Months ago Karma: 4
gregie

Registriert: Feb 2007
Herkunft: Eibiswald
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* "Keine Erwartungen" an Personen oder an Sachen zu stellen - finde ich sehr gut!
Wozu etwas fordern, wenn es dann nicht funktioniert? Da bekommt man nur Frust
Ich sage mir: wenn es so sein soll, dann soll es so sein - jipie a jeh


___


Lordy

Registriert: Mar 2007
Herkunft:
Beiträge: 10
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* Ich halte es generell wie unser Umweltschlappi Gabriel :

Nix erwarten und das versuchen zu erreichen !


___
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#277
Aw: Brainy´s Diary 2 Years, 12 Months ago Karma: 4
Laut gefühlt oder die Reise in mir oder in mich?

Unsere Innere Welt. Sie fasziniert. Soweit wir uns mit einer kindlich unbeschwerten Neugierde auf sie einlassen freilich.

Denn gehen wir - durch unsere Erfahrungen vorbelastet - mit unserer Inneren Welt um, so vermag sie uns gleichwohl zu ängstigen, gar zu bedrohen, nicht wahr?

Sobald wir uns beispielsweise durch tiefe Konzentrationsübungen aus der materiellen Welt ausloggen, entfleucht jene Objektbezogenheit, welche uns wie die Fliegen am Spinnennetz kleben lässt und die uns die Illusion des Schutzes vor Einsamkeit stiftet. Stimmen Sie mir zu?

Soweit Sie, verehrter Leser, diese beiden Schlussfolgerungen nachvollzogen haben, befinden Sie sich bereits im Schalensitz des Upperspace Shuttles. Freiwillig angeschnallt. Der Countdown läuft. Der Countdown zum Start in Ihre Innere Welt. Bereit für einen Erkundungsflug in die unendlichen Weiten Ihres Bewusstseins. In unbekanntes Terrain. In unerforschbare Höhen und Tiefen Ihres Geistes. In grenzenlose und unbegrenzbare Möglichkeiten. In Sphären, in denen selbst unsere Angst nicht mehr existieren kann. Zu schön, um wahr zu sein. Das sind doch mal wahrlich paradiesische Aussichten, denken Sie?


Ganz so simpel ist es aber doch nicht. Denn Sie haben selbstredend die Macht darüber, zu entscheiden, was Sie denken möchten. Jederzeit, immer. Allerdings auch immer wieder erneut. Wenn Sie also beispielsweise denken: Es übersteigt meinen Verstand, Phänomene wie Unendlichkeit und Ewigkeit jemals zu erfassen ... dann werden Sie nach den Gesetzmäßigkeiten der Resonanz und den Mechanismen der ´selbst erfüllenden Prophezeiung´ Recht behalten.

Nun gut, frage ich Sie, wie aber können Sie sich denn dann überhaupt erdreisten, irgendetwas für tatsächlich existent zu halten? Wo Sie bereits in Ihrem Wesen inhärenter Weise akzeptieren, dass Sie beträchtlichen Schranken Ihres Verstehens unterliegen?

Hmm, also doch alles hier nur ein Holodeck? Betrug im ganz großen Stil? Und wenn ich Betrug im ganz großen Stil sage, dann meine ich eine Form des Betruges, der in seiner Dreistigkeit und Kaltblütigkeit weit über den ganz normalen alltäglichen ethischen Wahnwitz aus Politik und Zeitgeschehen hinausgeht, vor dem Sie zuhause an Ihren Bildschirmen mittlerweile wohl nur noch lachen wollen, um ihn nicht als real gegeben akzeptieren zu müssen.

Sind wir Figuren in einem gigantischen Computerspiel von Aliens mit dem speziellen Kick, das den Figuren Bewusstsein gegeben ist? Matrix? Die Wissenschaft vermag Derartiges bislang nicht zu widerlegen. Doch unser Ego will wissen, dass das nicht wahr sein kann. Tja, nun ja.
Aber sei´s drum. Vielleicht lassen wir diese völlig unsinnigen Gedankenspielereien einstweilen oder reisen gegebenenfalls später noch einmal hierhin zurück. Wo immer das auch ist.


Dennoch, dieser Punkt mit dem Bewusstsein. Ja, der klingt außerordentlich anziehend. Wobei allzu ernst sollten wir uns angesichts unseres Nicht-Wissens und unserer Bedeutung innerhalb des Universums schließlich auch wieder nicht nehmen. Das empfahl ja schon Albert Einstein. Kennen Sie ihn? Ein überaus gescheiter Mensch, der mir auch auf anderen Gebieten, z.B. in der Physik, ziemlich bewandert gewesen scheint. Gleichwohl, wo kommt das Bewusstsein her und was ist es eigentlich? Ist es ein göttlicher Funke, vielleicht gar der gleiche, der das Universum in Schwingung und dauerhafte Expansion versetzte? Oder ist es eine zufällige evolutionäre Ergebenheit? Von außen eingebrachte Bestimmung zum Zwecke der humanen Selbsterkenntnis oder schlicht ein Ergebnis des Laufes der Zeit?
Immer wieder, wenn ich mich hierzu in mein zumeist geliebtes Philosophierstündchen begebe, frage ich mich, ob diese Überlegungen überhaupt irgendeinen Sinn machen oder ob ich mir nur mein überstrapaziertes Gehirn daran schön knusprig frittiere.
Ist der Glaube an einen übergeordneten Master Plan oder zumindest an irgendeine göttliche Existenz denn der einzige Menschentrost? Oder aber ist er nur ein logischer Kothaufen, in den unser Verstand über kurz oder lang hinein tapsen muss, soweit wir uns selbst keinen Agnostizismus, Ignostizismus oder Atheismus aufdoktriniert haben?


Und weshalb ist es derart schwierig, schlicht zu akzeptieren, dass wir nichts wissen? Warum sitzen diese verheerenden Scheuklappen nur so grauenhaft eng, dass ich sie nicht einmal wahrnehmen kann? Ich weiß nicht, dass ich nichts weiß das scheint mir jedenfalls die einzig schlüssige Konsequenz meines dies gerichteten Denkens zu sein. Denn wüsste ich, dass ich nichts weiß, wüsste ich ja doch nicht nichts, also etwas.

Ein Paradoxon?

Na, gewiss sind die augenblicklichen Ergüsse meines Denkens doch nichts weiter als die einsame Onanie meines Verstandes und klägliche Opfer der Logik.

Hoffnungsbefreite Passagiere an Bord eines sinkenden Schiffes ins Nirgendwo, jawohl, das sind wir doch. Gefangen in mühselig selbst gefertigten Kettenhemden von Konzepten. Oder doch nicht? Oder doch? Antworten hierauf werde ich nicht finden. Das haben ja schon die klügsten Köpfe der vergangenen Jahrhunderte nicht vermocht. Und auch ich habe mir das schon vor vielen Jahren abgeschminkt.



Und andererseits will mein Glaube nicht untergehen. Mein unbeirrbarer Glaube daran, dass das Universum ein Raum voller Möglichkeiten ist, was uns doch auch die moderne Quantentheorie vermittelt. Demzufolge müsste es zweifellos eine Methode geben, mich von diesen unsäglichen Konzepten zu lösen und den Urzweck der Menschengeschichte zu erfassen.
Ist das, was ich mir soeben zusammen reime denn nun Gottes Wille oder ist es Blasphemie? Zweifle ich gerade wieder? Oder schiebe ich ein Angstinstrument vor, um mich guten Gewissens nicht tiefer mit diesen Fragen beschäftigen zu müssen? - Okay, noch ein Anlauf. Jedoch scheint meine Intelligenz nicht ausreichend. Was liegt da bloß über ihr? Und warum?

Alleine die Sprache ist ein übel riechender Kerker. Eine Schublade für sich. Denn ich kann mit ihr nicht austreten aus dem Dunstkreis meiner Hirnwindungen, da sie mir in ihrer Unvollkommenheit in nahezu jedem Satz eine Zeit- und eine Raumorientierung vorschreibt. Von Zeit und Raum müsste ich mich aber zunächst friedvoll lösen, um am betörenden Duft von Ewigkeit und Unendlichkeit schnuppern zu können, nicht wahr? Demzufolge ist Schreiben also auch zwecklos. Vielleicht Askese? Jahrelange meditative Übungen in einem indischen Ashram? Ich weiß es nicht. Natürlich weiß ich es nicht.


Blicke ich in die Komplexität meines körperlichen Daseins und in meine totale Durchlässigkeit auf der Ebene meiner kleinsten Bestandteile, so drängt sich mir der Schluss auf, dass Erläuterungen über zufällige evolutionäre Begebenheiten in den Papierschredder gehören und schlichtweg alles bestimmt und transparent ist, genau wie ich selbst. Allzu gewaltig und übermächtig mutet mir das ungeheuer feine und komplexe Zusammenspiel von Trilliarden Teilchen vor, die letztlich mich ausmachen. Ebenso wie auch Sie, sehr verehrter Leser.

Das Ganze ist signifikanterweise aber einem Alterungsprozess und dem unweigerlichen Zerfall unterworfen. Der Tod. Das größte Tabu hiesiger Hemisphären. Game over? Knopf aus? Erde, Asche, Staub? Das war´s dann? Na, da möchte ich aber doch bis dahin noch reichlich von den schmackhaften Tropfen des Lebens kosten. Oder besteht doch der kleine Bruder der Verzweiflung - namens Hoffnung - auf einen Übergang in das Himmelsreich? Oder doch zumindest bitte Wiedergeburt? Na gut, ich lasse mit mir verhandeln. Also Wiedergeburt, selbst wenn ich mich nicht an mein Vorleben erinnern kann.

Doch gibt es ein noch größeres Wunder als unsere Komplexität. Die totale Reproduzierbarkeit durch einen schlichten sexuellen Akt, der darüber hinaus höchst lustvoll sein kann. Idealerweise durch die höchste unserer Emotionen gekürt, nämlich die Liebe. Ist sie vielleicht gar der Motor, der den Kosmos antreibt und um den es hier geht?

Und als ob das nicht schon fantastisch genug wäre, schlummert da noch im prachtvoll geblumten Haupthof des Lebens mein Selbstreflexions-Potential. Mein Bewusstsein. Etwas so unbegreiflich Geheimnisvolles, das vom physikalischen Standpunkt nicht auch nur annähernd greifbar wäre. Warum? Warum? Warum? Das Ganze muss doch irgendeinen Sinn machen. Daher also meine Alien-Theorie.


Mein Geist scheint mir überaus machtvoll und in seiner Beschaffenheit für eine Kontinuität über mein jetziges körperliches Dasein hinweg oder für eine ewige Existenz durchaus tauglich zu sein. Ich spüre außerdem, dass ihm das Vermögen zueigen ist, mit meiner Seele zu kommunizieren. Nämlich dadurch, dass ich den Dualismus in meinem Verstand überwinde. Gewiss ein erhellendes Ereignis.

Abermals erinnere ich mich in diesem Moment selbst daran, dass ich mir doch schon so oft die Frage mit Nein beantwortete. Die Frage, ob diese Fragen Sinn machen. Doch jenes Nein ist ebenso wie das Ja zweifelsohne auch nur ein vorgestelltes Konzept meines immens leidensfähigen Hirns. Eine Illusion. Eine Seifenblase. Also ist es vielleicht doch sinnvoll? Oder aber zerreißt mich gerade mein mehr oder minder natürlicher Hang, alles ständig bewerten zu müssen? Urteilsfalle? Oder Energiefelder von Steinen und Bäumen, die sich gerade in meine Gedanken hinein stören können, weil mir das Selbstvertrauen fehlt, sie mit aller notwendigen Konsequenz fortzusetzen?

Könnte ich davon nur ablassen. Loslassen, welch eine Tugend. Das brächte mich bedeutend weiter auf meinem Weg zur Erkenntnis. Aber was ich gerade vollziehe, ist Zukunftsdenken. Zukunftsdenken ist gleich Angst. Ha - da haben wir sie wieder. Zack und es hat mich erwischt. Wieder die Angst, welche mir wie ein dämonisches Ungeheuer in den Nacken beißt und sich an meinem Blut ergötzt. Was für ein Dilemma.
Und doch erklärt uns die moderne Hirnforschung, wir träfen unsere Entscheidungen, bevor wir uns dessen bewusst sind. Erstaunlich. Ließe diese Bewandnis den Schluss zu, wir seien doch nur Marionetten des großen Magneten?

Freier Wille, nicht mal darüber verfüge ich? Befinde ich mich also in einer wahrlich jämmerlichen Existenz? Oder kann ich doch erleichtert durchatmen, da ich nur ein medizinisches Problem habe? Leide ich lediglich unter dem Schläfenlappen-Persönlichkeitssyndrom, das mir stetig einsuggeriert, hinter allem stecke ein tieferer Sinn, ein göttlicher Plan? Kann alles sein, oder auch nicht, oder auch so ... tja, na ja.

Sind Sie, lieber Leser, nun auf brutale Weise verwirrt oder kommen Ihnen nur meine Gedanken wirr vor? Und ist das ein Unterschied? Wie auch immer, käme es darauf überhaupt an? Oder aber ist das vor Ihnen liegende Material eine bewusstseinserweiternde Schrift? Ich weiß es nicht. Natürlich nicht.


Die ungebundene Freiheit von Konzepten. Die beschauliche Losgelöstheit von zwanghaften Konditionierungen. Ohne Anhaftungen an irgendetwas oder irgendwen sein. Fernab von Selbstkasteiungen wie Überzeugungen und Abhängigkeiten. Ohne Angst leben. Das möchte ich gern.
Habe ich mir meine jungfräuliche Unverfälschtheit als Neugeborener nur aus dem Grund durch die Aneignung von Mustern verdorben, um dann wieder über die Erkenntnis des Dualismus irgendwann einmal meiner selbst wahrhaftig gewahr zu werden? Ich weiß es nicht, natürlich nicht.

Aber das Leben vorspulen und direkt zum Jackpot gehen? Welchen Umschlag hätten Sie denn gerne? Den mit der roten oder blauen Pille a la Matrix? Nein, das wäre zu schade um dieses beglückende Geschenk des Lebens. Im Moment leben? Jeden Augenblick auskosten? Ja, welch eine Tugend.


Die konventionelle Realität, diese weltliche Komponente unseres Daseins steht in einem so dermaßen krassen Gegensatz zu dem, was wir das ewig lodernde Licht nennen könnten. So krass, dass man es ja wohl unmöglich glauben kann, soweit man geistig noch auf der Höhe ist, oder? All jene Inszenierungen auf Erden, all dieses Marketing, all das nur bloßer Schein um das Sein? Nein, oder doch?

Und werfe ich einen Blick in die Welt so genannter spiritueller Menschen, die Mehrwert rund um mein persönliches Erwachen anbieten, so besteht die Gefahr, rasch von Scharlatanen umzingelt zu werden. Schnöder Mammon, kuckuck. Da ist er wieder. Selbst hier Masken. Und Masken, die über Masken gelegt werden. Das listige Gegenteil von einem Wir-Impuls hat schon seine kräftige Faust geballt und ich befinde mich gerade im Rückwärtstaumel durch den Ring. Die Koordination meiner Bewegungen hat mich längst verlassen. Fürchterlich schlechte Aussichten. Da ist sie wieder, die objektbezogene Welt.

Also mag doch jede Strategie von vornherein zum klaglosen Scheitern verurteilt sein? Wie soll ich bei dieser Überladenheit an Begierden und bei dieser Flut von Eindrücken die erlösende Leere jemals finden können?

Wie sollte ich mich jemals selbst finden und mein inneres Kind vom Müll befreien und in den Arm nehmen können? Sollte es letztlich denn etwa doch meiner eigenen Verantwortung zuzusprechen sein und das weiße Kaninchen krabbelt schon lange in mir selbst?

--ENDE oder auch so


Zum Wohl, Ihr Lieben )))
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#278
Aw: Brainy´s Diary 2 Years, 12 Months ago Karma: 4
Soula

Registriert: Jul 2006
Herkunft: Meerbusch
Beiträge: 315
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**** Ich find´s total umwerfend, mein Schatz - eine Reise durch den Schatten gen Licht in den allertiefsten Windungen des Seins ... wundervoll, alleine die sprachliche Handhabung .... bei allen ängstigenden Elementen, die aber nun mal da sind im Leben ....

Mein Lieblingssatz: "Schlummert da noch im prachtvoll geblumten Haupthof des Lebens mein Selbstreflexions-Potential" ...

... so viel Selbstreflektion... so krass und immer wieder auf den Punkt geführt ... lädt ein zur kritischen Selbstbeschau und zeigt auf, dass es für alle unsere Herausforderungen nun mal keine andere Lösung gibt, als die Selbstverantwortung ...


und am Ende weiß ich, dass ich nichts weiß

___


Alohahee Ihr lieben Seelen

Tja, also gestern ... ich war tanken ... komm an das verglaste Kassenhäuschen ... da sagt die ältere Frau an der Kasse ... "Moment" ... und nimmt ne Zeitung zusammengerollt und schlägt in meine Richtung ... da war eine Fliege vor mir an der Scheibe ... war ... danach nur noch ein gelb schwarzer Matschhaufen ... das Tier auf auf das 10-fache seines normalen Querschnitts auseinandergewalzt und ausgequetscht ...

"Harr Harr" stöhnte sie zufrieden


Ich war erschüttert und sofort ganz tief traurig ... keine Wut ... ganz doll traurig

"Oh neee, Sie Mörder!" sagte ich spontan

"Die hat mich genervt" ... erwiderte sie voller glasklarer Rechtfertigung

"Ja, und? Sie nerven mich jetzt gerade vielleicht auch. Soll ich Sie jetzt auch umbringen?" sagte der Brainy ohne Blatt vor´m Mund

Da guckt die und war sich wohl immer noch nicht sicher, ob der Typ da auf der anderen Seite der Glasscheibe denn tatsächlich ein Problem damit haben kann, wenn man eine Fliege tötet ...

"Glauben Sie, dass Ihr Leben mehr wert ist, als irgendein anderes?"

Sprachlosigkeit, völlig zweifelnder Blick, die dachte wohl "Der Kerl muss in die Ballerburg"

2 WELTEN trafen aufeinander. 2 WELTEN mit vollkommen unterschiedlichen Werten ...

Das war´s dann

Mitgefühl haben für diese Frau?
Ja natürlich!!!

... aber nicht immer so einfach ... olala
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#279
Aw: Brainy´s Diary 2 Years, 12 Months ago Karma: 4
Lilith

Registriert: May 2007
Herkunft: Tröglitz
Beiträge: 437
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****
Huhu mein Lieber,
solche ähnlichen Erlebnisse kenne ich auch.

Weißte was mir bei "Mitgefühl haben" immer hilft?
Ehrlichkeit zu mir selbst : >Ich war ja auch mal so.Ich kanns gut nachvollziehen.<

Früher habe ich auch Fliegen zerklatscht und sämtliches Fleuch-und Kreuchzeug verflucht.
Heute schleppe ich jede Fliege im Taschentuch raus
Oder ich rede solange mit ihnen , bis sie alleine den Ausgang gefunden haben - aber Fliegen sind ziemlich einfältig
Aber Bienen, hab ich gemerkt sind recht klug.
Die begreifen schnell

Ja zwei Welten, aber wir sind trotzdem alle eins.

Ich knuddel Dich mal ganz dolle

Mensch ich fühle mich hier echt zu hause.
Danke für Eure die viele Arbeit, die Ihr damit habt
Mir ist es echt ne Ehre Euch schon persönlich begegnet sein zu dürfen

___


Original posted by Lilith :
Weißte was mir bei "Mitgefühl haben" immer hilft?
Ehrlichkeit zu mir selbst : >Ich war ja auch mal so.Ich kanns gut nachvollziehen.<


Absolut, Lilith - Das ist eine sehr sinnvolle Betrachtung, damit man sich eben nicht über andere erhebt und es so schafft, Mitgefühl zu haben. In deren Situation versetzen. Sich darüber im Klaren sein, dass sie genauso wären wie wir, wenn sie unsere Werte hätten - und auch umgekehrt ... . Akzeptanz des Andersseins ...

Ja zwei Welten, aber wir sind trotzdem alle eins.

Yeah, so ist es Manchmal fühlt´s sich´s hier und da zwar etwas einser an als eins aber das ist ja eh alles nur Brainfuck:)


Ich knuddel Dich mal ganz dolle

Ich Dich auch, Lilith:) Danke


Mensch ich fühle mich hier echt zu hause.
Danke für Eure die viele Arbeit, die Ihr damit habt
Mir ist es echt ne Ehre Euch schon persönlich begegnet sein zu dürfen

*rot-werd* na nu übertreib mal nich von wegen Ehre und so
Aber hey, es gehört auch dazu, dass man Aufmerksamkeiten zum eigenen Wohl annehmen kann ... also: DANKE ... wie lieb, was Du sagst und wie schön, dass Du so fühlst


___


"Ich ohne das Ich?"

Gestern habe ich einen Menschen kennen gelernt, der mir ne krasse Geschichte erzählt hat ....

Er war mal in einem meditativen Zustand ohne sein Ich.
Das Ich war weg.
Er war zwar noch da, aber sein Ich war weg...
Das sei zuerst etwas beängstigend gewesen, weil es sich wie Sterben / Tod anfühlte. Und dann habe es aber als Erfahrung Spaß gemacht


Seither wisse er, dass das Ich ein Konzept / eine Emotion / ein Werkzeug (einfach neben vielen anderen) sei ..., also nicht die Hauptsache ... zu dieser Hauptsache (Ego) machen wir sie nur aus Gründen der Selbstbestätigung und setzen uns daher mit ihr gleich (Dieses Thema besprechen wir auch auf unserer OKTADUUN-CD) ...

Er habe z.B. ein Glas angehoben und im Endeffekt nicht gewusst, wer das nun getan hat ... Krass, oder?

Klingt für mich nach Anfängen von Ego-Überwindung - angeblich ja die letzte, entscheidende Stufe zur Erleuchtung ...

Die Hirnforscher sagen ja z.B. dass unser Gehirn bereits die Entscheidung getroffen habe, kurz bevor wir uns derer bewusst sind.

In dem Zusammenhang ergeben sich logischerweise Diskussionen über den FREIEN WILLEN.

... - Entscheiden wir?

Also, ich schätze ja: Es sind schon wir selbst und nicht die Aliens an Fernsteuerungen oder das festgeschriebene Schicksal etc. (oder doch?)...

... nur geschehen unsere Entscheidungen eben auf einer anderen Ebene und der Rest ist vielleicht Rechtfertigung über den Verstand / das Ego ...

Tja... spannend...

___

War heute beim Steuerberater und er folgte seiner Pflicht, mir mitzuteilen, dass das Finanzamt bei weiteren Verlusten in den kommenden 2 Jahren SPONDUUN.TV als Liebhaberei qualifizieren könnte mit entsprechenden Folgen ...

Ich spürte sofort - sehr erleichtert über mich selbst- , dass dadurch für mich kein zusätzlicher Druck entsteht. SPONDUUN.TV ist für Ellen und mich eine innere Aufgabe und das alleine zählt für uns. Den Rest warten wir ab. Sagte ich ihm auch ungefähr so


War ne ziemlich coole Situation für mich, denn noch vor 1 Jahr hätte mich seine Aussage noch ganz schön mitgenommen und meine Zweifel und Existenzsorgen gerechtfertigt etc. ... während die Soula da ja eh von einem unglaublichen Vertrauen ins Leben gesegnet ist


Und wir forcieren ja bald auch unseren Shop ...

Insoweit war s geil, zu spüren, wie viel stärker überzeugt ich inzwischen bin, einfach immer weiter zu machen ...

Und Ihr könnt Euch kaum vorstellen, wie breit Soula "ge-smiled" hat, als ich ihr von meinem Fortschritt berichtete ...


___


samuel

Registriert: Jul 2007
Herkunft: Bad Neuenahr-Ahrweiler
Beiträge: 141
offline

*** super
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Aw: Brainy´s Diary 2 Years, 12 Months ago Karma: 4
"Aktion Einbrecher"

Folgendes ist geschehen: Brainy kann nicht schlafen in einer Urlaubsnacht (vor 4 Tagen auf Mallorca in unserem Appartment). Gegen 7 Uhr morgens (aber noch finster draußen) hört er ein Rascheln an der offenen(!) Balkontür, neben der er - mit dem Rücken zugewandter Seite - liegt. --- Er schiebt es auf den Wind. Dann gesellen sich Geräusche tapsender Hände hinzu. --- Die Angst kommt hoch. --- Schnelle, wirre Gedanken. Dennoch regiert immer noch der Zweifel, dass es sich tatsächlich um einen Einbrecher handeln könnte. Was sich allerdings erledigt hat, sobald sich Taschenlampen-Licht-Reflektionen an der Wand offenbaren. "Was soll ich tun? Lieber schlafend stellen und leise verhalten? Der Dieb könnte ja auch bewaffnet sein!" ... Panik breitet seine schwarzen Flügel aus. (Da hilft auch kein OKTADUUN, denn das ist echt Angst ums eigene Leben) --- Diese Gedanken sind noch nicht ganz zu Ende gedacht, da findet der 10 Sekunden-Kurzfilm "Brainy sieht rot" statt. --- Affekt --- Filmriss --- Berserker --- Irrsinnige Geschwindigkeiten --- Auf einmal steht er vor dem Dieb (übrigens nackig! - ... Ich, ... nicht der Dieb ... ) --- Nichts zu erkennen, außer Schatten einer gedrungenen, sehr kräftigen Figur und schwarzer Haut.--- Alles geschieht wie surreal. Brainy brüllt wie ein Bär (Angst rausgeschrien?) --- die gesamte Nachbarschaft erwacht --- Der blanke Zorn! --- Ein Stoß wie ferngesteuert --- Adrenalin in Reinform --- Der Dieb fliegt ca. 2 Meter - wirklich OHNE Bodenkontakt(!) - aus dem Wohnraum in die Ecke des Balkons, was die dortige Plastikeinrichtung unter vehementem Krachen zerstört. Jetzt sind wirklich alle wach! --- Wahrscheinlich ist der Schreck des Diebes größer als Brainys --- Ungeheure Kräfte walten, bestimmt um das 3-fache gesteigert. --- Keine Kontrolle, immer noch nicht! --- Alles gescheiht von alleine --- Der blanke Zorn, der offenbar der Angst sehr verwandt ist! --- Wie irre hebt Brainy (wie ein Kran) den winselnden, gummiartigen / geschemidigen Mann von dort an Gürtel und Kragen an und wirft den Bedrohling wie ein Papier über die Balkonbrüstung, obwohl er auch immerhin schätzungsweise 75-80kg wog. --- ca. 4 Meter abwärts. --- Klatsch! Es war nicht ein Gedanke in seinem Schädel, dass das gefährlich hätte enden können für den Dieb.

Glücklicherweise bremst ein Baum und eine kleine Mauer unterhalb des Balkons den Fall des Diebes etwas, der offensichtlich allenfalls leicht verletzt das Weite sucht im Dunkel des Morgengrauens. Seine Uhr und die Taschenlampe bleiben kaputt zurück.

Trotzdem Ellens Tasche geklaut, Brainy konnte nicht sehen, dass er sie schon ergriffen hatte. Doch sie findet sich später wieder. Nur das Bargeld - 85 EUR geklaut, die der Dieb bestimmt gut gebrauchen kann.

Das "Problem" ist: Mich plagt schon etwas ein schlechtes Gewissen. Ich bin überrascht vom eigenen Affekt und dieser Handlung. Meiner Intelligenz entsprach das nicht unbedingt, aber das ist halt der Filmriss-Faktor in so einer Situation und damit kann ich ganz gut umgehen. Aber dem armen schwarzen Mann - der vermutlich kriminell ist aus Beschaffungsgründen - und der so gejammert hat, hätte sehr Schlimmes passieren können bei den 2 Freiflügen... Ich bin verdutzt / verwirrt über meine mögliche enorme Kraft und diese krasse Brutalität, die da in mir frei wurde ... auch wenn das gewiss eine enorme Ausnahmesituation war. Ich war wie ein wütender Elefant, den ich - wie gesagt wie ferngesteuert - von innen heraus beobachten konnte. Für die Nachbarschaft war ich ein mutiger Held und sie verstanden mein schlechtes Gewissen in gar keiner Form ("Na und, hätte er sich doch den Hals brechen sollen, dieses Schwein!") --- Mitgefühl - Fehlanzeige! --- So eine Aktion hätte ich mir selbst jedenfalls nie zugetraut... Ich war soweit weg von mir selbst, das emotionale Hirn hat in dieser Bedrohung das Großhirn ausgeschaltet, reiner Instinkt, pures Schutzhandeln --- das ist total krass! So ein Austicken ist mir früher als Jugendlicher auch schon 3 mal passiert, war aber nicht ganz so extrem und auch nicht aus Gründen der Bedrohtheit, sondern der sehr krassen Provoziertheit ... hätte aber bei Weitem nie so gefährlich für die Provokateure enden können, wie hier...

Die Soula meint, zu meinen Selbstzweifeln bestünde kein Grund. Ich habe uns beschützt im Affekt und es ist ja nun mal auch nicht umsonst gut für die Gesundheit des Diebes ausgegangen. Das Universum hat eben geholfen. Klar, stimmt. Doch mir fällt das dennoch nicht ganz so leicht.

Ich möchte das gerne mal durch Euch spiegeln lassen, wüsste gerne Eure Einschätzung. Was meint Ihr denn dazu?

Danke, Euer Brainy
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Re: Aloha =) // Starthilfe ^^
Brainy 01-06-11 01:22
Re: Aloha =) // Starthilfe ^^
Gabi 19-05-11 18:10
Halloooo
Gabi 19-05-11 17:58
Re: Schön, dass ich auch dabei sein da...
Gabi 19-05-11 17:33
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Katrin Anne 15-04-11 19:20

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