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NAHTODERFAHRUNG - Reales Erleben oder Halluzinatio
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TOPIC: NAHTODERFAHRUNG - Reales Erleben oder Halluzinatio
#386
NAHTODERFAHRUNG - Reales Erleben oder Halluzinatio 3 Years, 3 Months ago Karma: 4
Unter einer Nahtod-Erfahrung (Todesnäheerfahrung, engl.: near-death experience, near death experience, NDE) versteht man ein Phänomen, das unter anderem bei Menschen auftritt, die für begrenzte Zeit für klinisch tot befunden wurden beispielsweise während einer Operation, in Folge eines Verkehrsunfalls oder in einem Zustand kurz vor dem Ertrinken.

Diese Berichte werden sowohl wissenschaftlich interpretiert als auch religiös gedeutet. Nahtod-Erfahrungen sind Gegenstand von Untersuchungen im Rahmen der Transpersonalen Psychologie.


Inhaltsverzeichnis


* 1 Abgrenzung
* 2 Berichte
* 3 Medizinische Deutung
* 4 Nahtod-Erfahrungen von Pam Reynolds
* 5 Nahtod-Erfahrung und Suizid
* 6 Reaktion von Wissenschaftlern
* 7 Positronen-Emissions-Tomographie
* 8 Herzschrittmacher
* 9 Literatur
* 10 Quellen
* 11 Weblinks
o 11.1 Weblinks (englisch)


Abgrenzung

Nahtod-Erfahrungen lassen sich von Außerkörperlichen Erfahrungen (der Körper wird von außen wahrgenommen, engl.: out-of-body experience, OBE, gelegentlich OOBE) abgrenzen. Nahtod-Erfahrungen sind in der Regel gekoppelt mit Zuständen eines sterbenden Körpers (Herzstillstand, starke Unterkühlung, massiver Blutverlust etc.). Maßgeblich für eine Nahtod-Erfahrung scheint auch die psychische Todesnähe zu sein, also das subjektive Gefühl zu sterben.

Außerkörperliche Erfahrungen hingegen werden berichtet von Personen, die sich entweder a) in psychischen Bedrohungssituationen oder b) in einem tief entspannten Zustand befunden haben. Nahtodberichte enthalten oft Elemente von außerkörperlichen Erfahrungen.

Als Auswirkung lässt sich nach Nahtod-Erfahrungen häufig eine starke Veränderung der Lebensgestaltung beobachten. Bei außerkörperlichen Erfahrungen lässt sich demgegenüber in der Regel kein großer Wandel im Lebensverlauf feststellen.


Berichte

Einer der ersten, die Berichte von Nahtod-Erfahrungen systematisch sammelten und auswerteten, war Raymond A. Moody in seinem Buch "Life after Life" (1975).

Menschen, die nach einer Phase des klinischen Todes reanimiert wurden, berichten vom
- Fortbestehen des Gefühls der eigenen Identität
- einem Gefühl des umfassenden Begreifens und der universalen Erkenntnis
- oder der Gewissheit, Teil des Universums zu sein
- mit unter auch von Wahrnehmungen wunderbarer Landschaften
- einem veränderten Zeit- und Schweregefühl
- oder dem Eindruck rasender Geschwindigkeit
- der Vision einer Grenze
- und zuletzt einer Phase der "Rückkehr" ins reale Leben.

Es gibt anekdotenhafte Berichte in denen von Details (z.B. Inhalt von Gesprächen, auf Schränken liegende Objekte) berichtet wird, deren Kenntnis dem betreffenden Menschen unmöglich wäre, wenn er nicht tatsächlich seinen Körper verlassen hätte.

Auch wird davon berichtet, dass man seinen Körper verlassen konnte, durch eine Art Tunnel einem hellen Licht entgegen schwebte, vormals nahe stehenden Verstorbenen begegnete, wie in einem schnellen Film auf das ganze vergangene Leben zurückblickte und grenzenlose Liebe in Form einer Lichtgestalt erfuhr (unter Umständen identifiziert mit Christus, einem Propheten, einem Energieball oder Gott).

Die Wahrnehmungen erfolgen optisch, akustisch und auch über den Tast-, Geruchs- und Geschmackssinn. Ein spezielles Phänomen ist die so genannte Lebensbilderschau bzw. das panoramatische Erlebnis, bei dem das Leben vor dem inneren Auge im Zeitraffer vorbeizuziehen scheint.

Das Alter, das Geschlecht, die berufliche Laufbahn des Einzelnen, sein kulturelles Umfeld oder seine Religion können für die Nahtod-Erfahrungen eine Rolle spielen: So gibt es zum Beispiel Berichte über kulturell bedingt unterschiedliche Arten der Fortbewegung durch den Tunnel.

Bei Überlebenden mit Nahtod-Erfahrungen löst das transzendente Erlebnis oft einschneidende Veränderungen ihres Lebens aus. Sie sind fest davon überzeugt, dass das, was sie erlebt haben, real war. Daraus resultierend entwickelte sich besonders seit den 80er Jahren eine Art neue religiöse Bewegung, die glaubt, in den Nahtod-Erfahrungen einen Beweis für das Leben nach dem Tod gefunden zu haben.

Die Überlebenden mit Nahtod-Erfahrungen berichten häufig, dass diese Erfahrungen eine sehr lange Zeit etwa mehrere Wochen zu dauern schienen.

Weniger bekannt ist, dass ein Teil der klinisch Toten, die reanimiert werden konnten, nicht von Nahtoderlebnissen berichtet oder negative und angstvolle Wahrnehmungen erlebte. Einige Überlebende berichten, dass sie einen Blick in eine Art "Hölle" oder auf die Erde und das menschliche Elend getan hätten.


Medizinische Deutung

Die Medizin deutet die Erlebnisse als Halluzinationen, die in erster Linie durch die DMT-Ausschüttung im Gehirn des klinisch Toten hervor gerufen werden.

Die Untersuchungen haben ergeben, dass Versuchspersonen, denen hohe Dosen von DMT intravenös zugeführt wurden, von Nahtodeserfahrungen und mystischen Erlebnissen berichteten.

Auch unter LSD-Einfluss kommt es zu vergleichbaren Halluzinationen.

Weitere Untersuchungen an Piloten und Astronauten, die hohen Beschleunigungen ausgesetzt gewesen sind und dabei für kurze Zeit ihr Bewusstsein verloren haben, berichten von ähnlichen Wahrnehmungen.

Untersuchungen von Dr. Karl Janssen zeigten 1995, dass die meisten Erscheinungen einer üblichen Nahtod-Erfahrung durch das Anästhetikum Ketamin künstlich hervorgerufen werden können, was die These einer rein neurophysiologischen Ursache für Nahtod-Erfahrungen deutlich unterstützt.

Eine Theorie von Shawn Thomas (2004) schlägt vor, dass der Neurotransmitter Agmatin ((4-aminobutyl)guanidin) die Schlüsselsubstanz für Nahtod-Erfahrungen ist.

Eine Theorie (Kinseher, 2006) sieht den menschlichen Körper als ein komplexes System, welches von einem sehr effektiven Feed-Back Kontroll-System gesteuert und kontrolliert wird - dem Gehirn. Die aktuellen Sinneseindrücke werden dabei immer mit dazu passenden Informationen (Erfahrungen) aus dem Gedächtnis kombiniert, um dem ´Menschen´ eine passende Zukunftsvorhersage als Handlungsvorschlag für die aktuelle Situation zu liefern. Damit kann man auf jede Situation sofort angemessen reagieren. Der Vorschlag des Gehirns wird immer an die aktuelle Situation angepasst. Bei den Nahtod-Erlebnissen kann man LIVE mitverfolgen, wie das Gehirn das episodische Gedächtnis nach einer Handlungsalternative durchsucht.

Anscheinend ist die paradoxe Erfahrung ´ich bin tot´ eine besondere Herausforderung für einen lebendigen Organismus.

Die beim live-scan betrachteten Erinnerungen werden vom Gehirn mit dem aktuellen Verstand (zum Zeitpunkt des Nahtod-Erlebnisses) neu bewertet. Es versucht dabei, diesen Erlebnissen eine sinnvolle Bedeutung zu geben. Die ´Außerkörperliche Erfahrung´ ist dann Bestandteil der Nahtod-Erlebnisse wenn das Gehirn versucht, einen gedanklichen ÜBER-blick über die derzeitige Situation zu erstellen. Aus aktuellen Sinneseindrücken und gespeicherten Erinnerungen entsteht so eine traumhafte Idee von sich und der Umgebung. Allgemeine Informationen eines solchen Traumes stimmen zwar oft mit der Realität überein; aber Details sind häufig nicht vorhanden oder falsch.


Derzeit werden Nahtod-Erfahrungen von der "International Association for Near Death Studies" (IANDS) untersucht.


Nahtod-Erfahrungen von Pam Reynolds

Bekannt durch Themensendungen von BBC und der ARD ist der Fall der Nahtod-Erfahrungen von Pam Reynolds, dessen Beschreibung ursprünglich auf Michael B. Sabom zurückgeht. Während die Patientin einer Gehirnoperation unterzogen wurde, zeigten mehrere Messinstrumente ein so-genanntes Null-Linien-EEG, da im Gehirn durch die besondere Operationsmethode mittels Unterkühlung, Blutabzug und Medikamentenwirkung keinerlei messbare Aktivität vor sich ging. Die Augen der Patientin waren zugeklebt und die Ohren wegen der Hirnstrommessungen zugestöpselt. Nach der Darstellung von Sabom beschrieb Reynolds hinterher, sich daran zu erinnern, während des Eingriffs etwa zwei Meter über dem OP-Tisch geschwebt zu sein. Sie gab außerdem Details der Gespräche während der Operation wieder und berichtete von den Eingriffen an ihrem Gehirn, wobei sie auch Spezialinstrumente und deren Anwendung detailliert beschreiben konnte.

Eine kritische Interpretation des Falls hat der niederländische Anästhesist Gerald M. Woerlee verfasst, ein Anhänger der Skeptikerbewegung. Er ist der Ansicht, dass die Patientin während der Operation mehrmals bei Bewusstsein war, und dass die Eindrücke durch Vermischung von tatsächlichen Wahrnehmungen mit den Auswirkungen der starken Medikation zustande kamen. Die Konsistenz und Korrektheit von Worlees Argumentation ist selbst nicht unumstritten, da seine Behauptungen (z.B. das angebliche Erwachen während der Narkose) zum größten Teil nicht belegbar sind.


Nahtod-Erfahrung und Suizid

In den Anfängen der Nahtod-Forschung bestand immer wieder die Sorge, bei suizidgefährdeten Menschen könnten sich durch diese Berichte die Schwelle zur Suizidhandlung gesenkt werden. (Hierzu liegen allerdings keine Belege vor.)

Deshalb wurde sozusagen als Warnhinweis formuliert, dass Suizidanten keine solche angenehme Erfahrung des Überganges hätten. Nahtod-Forscher wie z. B. der US-amerikanische Psychologie-Professor Kenneth Ring (WP:en) (vgl. Ring, K.: Den Tod erfahren das Leben gewinnen. Scherz-Verlag, Bern, 1985) haben schon früh nachweisen können, dass zwischen Menschen, die nach einem Suizidversuch gerettet werden konnten und denen, die aus einem anderen Grund fast gestorben sind, kein wirklicher Unterschied hinsichtlich der NTEs besteht. Tatsächlich berichtet Ring, dass erlebte Nahtod-Erfahrungen eher einen suizidpräventiven Effekt haben.


Reaktion von Wissenschaftlern

Die Abneigung empirisch quantitativ arbeitender Wissenschaftler gegenüber dem Thema Nahtod-Erfahrungen hat verschiedene Gründe:

1. Die subjektiven geschilderten Eindrücke sind praktisch nicht objektivierbar, somit eher unergiebig für quantitative Forschung.

2. Der Psychologie, Neurologie und Psychiatrie (und anderen Fachgebieten) ist im Laufe ihrer Entwicklung immer bewusster geworden, wie leicht täuschbar das menschliche Gehirn ist und wie subjektiv eingefärbt alles Erleben ist, wobei weiterhin große Uneinigkeit über die Verfasstheit des "Bewusstseins" besteht.

3. Als Tod gilt in der Biologie der unumkehrbar bleibende Zusammenbruch aller biologischen und neurologischen Funktionen. Das Weiterbestehen einer wie immer gearteten psychischen Funktion ohne funktionierendes Gehirn wird als unmöglich angesehen, da es allen bisherigen objektivierbaren Erfahrungen widerspricht.

4. Das Thema wird von einigen Autoren dazu ausgenutzt, um mit zweifelhaften Buchveröffentlichungen und anderen medienwirksamen Auftritten viel Geld zu verdienen.

Prinzipiell eignet sich das Thema NDE jedoch für eine empirische wissenschaftliche Untersuchung, und es existieren bereits mehrere neurologische Thesen zu NDE.


Positronen-Emissions-Tomographie

Da man mittels PET mittlerweile dem Gehirn wenn auch nur sehr grob beim Denken zuschauen kann, kann es vielleicht sein, dass über diesen Weg neue objektivierbare Erkenntnisse über das sterbende Gehirn gewonnen werden können.


Herzschrittmacher

Interessant sind auch Erfahrungen von Patienten mit Herzschrittmachern. Sind diese Patienten völlig schrittmacherabhängig und haben keine eigene Herzaktion, kann man im Rahmen der Herzschrittmacherkontrolle einen circa 10 15 sekündigen Herzstillstand auslösen, ohne dass der Patient Schaden leidet. In dieser Phase kann man dann die auftretenden Körper- und Gehirnreaktionen messen. Allerdings sind dabei sehr schnelle Messmethoden notwendig, denn eine längere Ausdehnung des Herzstillstandes ist ethisch nicht zu rechtfertigen.

Es kommt in dieser Phase zu einem maximalen Adrenalinausstoß im Körper. Es wird dem Betroffenen sehr heiß, dann wird ihm schwarz vor Augen. Ein Helligkeitserlebnis und die typischen Nahtod-Erfahrungen werden nicht berichtet. Nach so einer Schrittmacherpause kann es durch das freigesetzte Adrenalin zu einem erhöhten Blutdruck kommen.

Beim ärztlich kontrollierten Aus-/Einschalten des Herzschrittmachers fehlte allerdings das subjektive Gefühl, zu sterben.


Quelle: wikipedia.de
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#387
Aw: NAHTODERFAHRUNG - Reales Erleben oder Halluzinatio 3 Years, 3 Months ago Karma: 4
samuel

Registriert: Jul 2007
Herkunft: Bad Neuenahr-Ahrweiler
Beiträge: 141
offline

*** was immer wissentschaftler durchaus plausibel zu nahtod erfahrungen sagen
mein erleben, mein fühlen ist mir aber da dann doch näher
was immer da auch war, als ich spürte, nun sterbe ich, ob es es eine restreaktion meiner nerven waren oder ich nun realität erfahren habe, ist mir schnurzpieps egal! weil ich möchte nicht missen was ich da erfahren durfte
sterben ist für mich als vorgang nun nicht mehr mit angst besetzt
absolute gnade habe ich erfahren
eine erlösung
für mich steht fest
sterben ist die belohnung des lebens
und somit sollte jetzt auch deutlich sein
das umso mehr ich lebe diese belohnung auch entsprechend köstlich ausfällt
nun gut, kann ich mehr oder weniger leben?
entweder lebe ich oder nicht?
ja, natürlich kann ich wenig leben
dann lebe ich so dahin sterbend vor mich hin , lasse mich leben, statt mein leben als meinen aktiven prozess zu erleben den ich gestalten kann
wer angst vorm sterben hat
hat angst vorm leben
irgendwo gelesen, hat mich dieser satz sehr beeindruckt
ich glaube auch dass nahtod erfahrung menschen mit selbstmordabsichten eher wieder zum leben führt
noch mal: ob Halluzination oder real
mir ist es egal
viel ,viel sehr viel wichtiger finde ich was mein erfahrung mit mir macht
mich hat meine erfahrung ungemein beruhigt und gibt mir heute noch viel lebenslust


___



Sternchen046

Registriert: Jul 2007
Herkunft: Ahrweiler
Beiträge: 307
offline

**** Reales Erleben oder Halluzinationen?
Das ist mir nicht wichtig, wie das bezeichnet wird.
Jedenfalls war meine Nahtoderfahrung für mich ein so
unbeschreiblich schönes Erlebnis, das ich mein Leben
lang nicht vergessen werde.Es hat mein Leben nachhaltig
verändert, ich habe angefangen viel bewusster zu leben.
Auch im Umgang mit meinen Kindern bin ich noch liebevoller
geworden als ich es vorher schon war - denn ich hatte ja
nun selbst erfahren wie schnell man sterben kann.....

Angst vor dem Tod habe ich nicht, ich weiß ja nun was
auf mich zukommt und ich finde es auch keinesfalls
bedrohlich, im Gegenteil, es war einfach ein unbeschreiblich
schöner Moment. Als ich plötzlich dieses wunderbare
strahlend warme Licht zu spüren anfing, welches meinen
Körper einhüllte, und wie erstaunt ich war, als das Licht
sich leicht veränderte und sich in einem herrlichen
blauton verwandelte.Mein ganzer Körper war auf einmal
so befreit und schwerelos, ein richtiges Glücksgefühl
habe ich in mir gespürt - unschuldig wie ein Neugeborenes
Baby.Ich kann nicht sagen ob es wirklich so war aber ich
hatte das Gefühl als ich sagte, "ich kann noch nicht meine Kinder
sind noch zu klein" das ich sogar eine Antwort mit den
Worten bekam" geh nur, Deine Zeit wird Kommen" ....
danach kann ich mich nur noch daran erinnern das so
viele Ärzte an meinem Bett waren.....

----------------
Wenn wir die Existenz kleiner Wunder akzeptieren,
versetzen wir uns in die Lage,uns große Wunder vorstellen zu können.
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