Hat Mitgefühl auch Grenzen?
Alohahee Ihr lieben Seelen.
Gibt es Geschehnisse, an denen Mitgefühl aufhört? Gibt es einen Unterschied zwischen dem Verurteilen einer Tat und eines Menschen? - Brainy diskutiert mit V.J. Becker, dem Autor des Bestsellers “Gottes geheime Gedanken”.
Viel Spaß mit der SPONSOAP 123 und lasst uns Eure Meinung wissen in den Kommentaren.
Tags: Autor, Becker, Bestsellerautor, diskussion, Gottes geheime Gedanken, Grenzen, Josef, Menschen, Mitgefühl, Stephan Brückner, talk, Tat, Unterschied, V.J. Becker, Verurteilen, Volker

















December 9th, 2009 at 14:57
Ja Stephan, diese Disskusion hatte ich auch schon mal mit einem Menschen, der im Maßregelvollzug gearbeitet hat, wo Straftäter ( Mißbrauch, Vergewaltigung, Brandstifter u.ä.) nach der Gefängnisstrafe lebenslang leben bzw. leben um wieder in die Gesellschaft resozialisiert/integriert werden.
Bei Ihm hab ich das auch so wahrgenommen, kein Mitgefühl für den Menschen, nur das Anprangern und Abstrafen der Tat, ich glaube es braucht beides damit es “rund” ist.
Und er selbst ist auch nicht gerade “sanft” mit seiner Tochter umgegangen ( habe da genug “seelischen” Mißbrauch miterleben können)
Ein Besipiel:
Es nützt mir nichts, das ich meine Eltern nur kritisiere, weil sie mich nicht immer so behandelt haben, wie ich es gerne gehabt hätte.
Sondern ich bin ihnen auch unendlich dankbar das es mich gibt….. das ich jetzt da stehe, wo ich gerade bin…..
Und ich habe Verständnis für ihre Situation, ihr Leben, ihre “Fehlverhalten”… ich bin auch nicht immer “unfehlbar”….. habe auch schon genug “Mist fabriziert”
Und woher sollen Menschen, die sich so “fehl” verhalten wissen, was richtig ist, wenn sie es nie anders gelernt haben… die lernen eben mit ihren Taten, und ja, manche auch nie, weil einfach zuviel “verkorkst” ist.
Die dürfen dann wieder kommen…. ;o)
Aus Opfern werden Täter….. ich lernte mich als Täter zu akzeptieren, damit kam auch das Mitgefühl für die, die mich als Opfer benutzt haben…..
Das ist ein Thema, puuuh…merke gerade das ich damit Romane schreiben könnte….. einmal rund um die Welt… es gibt da keine Anfang und keine Ende es gibt nur das Ganze…..
Liebe Grüße und schönen Tach auch
*schmatz*
December 9th, 2009 at 22:27
schöne gedankenanstöße von euch, herrn becker und kathrin
December 10th, 2009 at 00:51
..was ich noch als ganz wichtig erachte, da ja in unserer Gesellschaft “Selbstverantwortung” nun nicht gerade erwünscht ist - dann würden nämlich hier einiges anders laufen - ist es auch schwierig sich mit solchen Themen hier in so nem “kleinen” Rahmen auseinander zu setzen… ich lerne das seit ca. 4 Jahren, mein Leben selbstverantwortlich zu führen, und das ist weiß Gott kein leichter Weg, und dazu gehört einfach viel Mut und Kraft und ne gehörige Portion Vertrauen, und ich weiß nicht, wie oder wann ich mal mit “lernen” fertig bin… und ich kann absolut verstehen, wenn Menschen, die nicht die “Kurve” kriegen, in ihrem Mangel und Sumpf sitzen bleiben und ersticken…. es braucht einfach ganz viel Mut zum hinschauen, Kraft die ausgelatschten Pfade zu verlassen, liebe Menschen, die einen dabei begleiten, immer wieder tut es verdammt weh, hinzuschauen und hinzufühlen…immer wieder….
Ich kann verstehen, wenn Menschen, die eigentlich Opfer sind, zu Tätern werden….. und Täter bleiben….. ich bin dankbar, das ich dann doch so schnell ( nach 35 Jahren) nen anderen Weg gefunden habe…..Es gibt so viel kaputte Seelen auf unseren Planeten, ich kann bloß im Vertrauen bleiben, das wir irgendwann mal alle auf den Trichter kommen, das es auch anders geht…und das braucht eben Zeit….. Und LIEBE………vieeeeeeeeeeeeeel LIEBE
December 10th, 2009 at 11:19
@ Kathrin: Hoffentlich dauert es nicht so lange. Lass uns mal auf kosmische Hilfe spekulieren:-) viele Grüße
December 10th, 2009 at 11:53
Stichwort Selbsterantwortung. Zu dem Thema habe ich ganz viel gelernt im Oktaduunhörbuch, was ich allen Lesern übrigens sehr ans Herz legen kann. Ich fand es erschreckend festzustellen, wie wenig davon da war und ich glaube es entwickelt sich nun mehr und mehr. Ich trage im Wesentlichen ganz alleine die Verantwortung für mein Glück. Aber schwer … und Opfersein ist einfacher, viele Grüße